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gia-Award
Alles fürs Kochen unter dem Zeichen des (roten) Pfeffers: Blick auf eines der Pepper-Geschäfte.
Alles fürs Kochen unter dem Zeichen des (roten) Pfeffers: Blick auf eines der Pepper-Geschäfte.
Alle Tage Sonntag
Die Idee, einen Küchenladen aufzumachen, kam Michel und Eliza Papescu an einem Sonntagabend, nach einem guten Essen. Sieben Jahre später schaffte es ihr Pepper bei der internationalen gia-Ausscheidung in Chicago unter die besten Fachgeschäfte weltweit.

Das entspannte Sonntagabend-Gefühl war es, das die beiden in ihr Geschäft transportieren wollten. Es sollte so einladend sein, wie die Küche daheim, gleichzeitig aber alles bieten, was der Koch-Fan für seine Leidenschaft braucht. Wie eine Prise Pfeffer Gerichte abrundet, sollte auch das Sortiment der Papescus dem Küchen-Alltag ihrer Kunden das gewisse Etwas verleihen, sozusagen jeden Tag zum Sonntag machen. Der Name Pepper ergab sich praktisch von selbst. Und da das Ehepaar nicht nur vom Kochen etwas versteht, sondern auch vom Marketing, erhielten die ersten Kunden, die nach der Eröffnung 2001 ins Geschäft kamen, eine kleine Peperoni-Pflanze im Topf.

So wie sie bei vielen Kunden als wachsende Werbebotschaft auf dem Küchenfensterbrett gedieh, entwickelte sich auch der Laden prächtig. Mittlerweile gibt es zwei Geschäfte mit insgesamt 22 Mitarbeitern, außerdem wurde der Online-Shop stark ausgebaut, sodass Pepper jetzt Waren in ganz Brasilien versendet. Eine positive Entwicklung, die sicher auch das Votum der gia-Jury in Chicago, die im Auftrag der International Housewares Association (IHA) über die Vergabe des Handelspreises entschied, beeinflusst hat.

Das Angebotsspektrum umfasst Markenprodukte ? auch viele internationale wie von WMF, Asa, Cuisinart, Peugeot, AdHoc, Kaiser, Wüsthof, Bialetti, Le Creuset oder Silit ?, darunter mischen sich immer wieder «namenlose» Kleinigkeiten, die aber viel zum Umsatz beitragen. Oft, erzählen die Papescus, wurde ein solches No-name-Produkt, das sie einen Monat lang in ihren Läden verkauften, beim Importeur zum Verkaufsschlager, und andere Einzelhändler wollten es ihrerseits listen.

So klein das Unternehmen ist, in Brasilien wirkt Pepper stilbildend. Es vergeht eigentlich keine Woche, in der nicht ein Journalist anklopft, der das eine oder andere neue Produkt aus dem Sortiment als erstes in seinem Medium vorstellen will. Kein Wunder, dass Pepper als dritter Fachhändler im Land Nespresso-Geräte listen durfte ? die anderen beiden sind jeweils Filialisten mit über 20 Standorten.

Das Sonntagabend-Gefühl wird bei Pepper mit viel Gespür für den Kunden umgesetzt. Themenorientierte Warenpräsentation ist selbstverständlich, bei Kaffeemaschinen finden sich Tassen, Zuckerschalen und Tabletts, bei Weingläsern (hier führt Pepper u.a. Riedel, Schott Zwiesel und Spiegelau) werden Korkenzieher und Weinkühler, aber auch Käsezubehör gezeigt. Fast noch wichtiger aber sind die Produktvorführungen, die nicht nur von den Herstellern regelmäßig angeboten werden, sondern die eigentlich jeden Tag stattfinden. Gleich im zentralen Kassenbereich wird Kaffee gekocht, Brot gebacken oder, nach der Schule, Popcorn und Eiscreme bereitet. Alles natürlich mit Geräten aus dem Sortiment. Die Kunden sehen, riechen und schmecken auf diese Weise, was für Köstlichkeiten mit den richtigen Produkten zubereitet werden können.

www.pepper.com

www.stilundmarkt.de/gia

www.housewares.org/gia

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